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Besondere Kirchen als Kraftorte

Ein Kleiner Überblick aus dem Elsass und aus der Region im Süden von Deutschland

Überall dort, wo der christliche Glaube, Einzug gehalten hat, gibt es eine Vielzahl von Kirchen und Kapellen. Einige von Ihnen wurden als Wehrkirche angelegt. Besonders in den Wirren der vielen Kriege diente solch ein kirchlicher Ort als Schutz.


Die gotische Kirche St. Jakobus in Hunawihr, Elsass, Frankreich ist eine solche Kirche. Diese sehr besondere Wehrkirche aus dem 14. Jahrhundert, umgeben von Weinbergen, liegt auf einer Anhöhe oberhalb des Ortes Hunawihr. Die Kirche ist umgeben von einer sechseckigen Mauer, die an jeder Ecke nochmals durch eine Bastion verstärkt wurde. Der erste Vorgängerbau soll bereits im 8. Jahrhundert errichtet wurden sein.



Die Legende erzählt von einem fränkische Stammesherrn Huno mit seiner Frau Huna, die dort im 7. Jahrhundert gelebt haben. Und Huna soll die Wäsche der Kranken in dem Brunnen unterhalb des heutigen Kirchenberges gewaschen haben. Im Jahr 1520 wurde sie heiliggesprochen und es entwickelte sich ein Wallfahrtsort. Heute ist die Kirche leider nur zu Gottesdiensten geöffnet und auch als Wallfahrtsort nicht zu erkennen. Innerhalb der Mauer ist ein Friedhof angelegt, wie es bei diesen Bauwerken oft anzutreffen ist.


Es lohnt sich auf alle Fälle, den Ort zu besuchen. Und bereits bei dem Anblick geht etwas Besonderes von diesem Bauwerk aus. Die Besonderheit liegt an dem Platz, an dem sie errichtet wurde. Natürlich sind solche Empfindungen individuell. Nur wer den Ort besucht, kann das für sich selbst erfahren.


Nun zu einem weiteren interessanten Ort im Elsass:

Im Stadtkern von Ottmarsheim, unweit der Deutsch-Französischen Grenze, befindet sich eine alte Abteikirche. (Abbatiale Saints Pierre et Paul) Dort wurde um 1050 ein Benediktiner- Kloster gegründet. Diese Abteikirche soll zu den bedeutendsten romanischen Baudenkmälern zählen. Das Besondere ist, dass der zentrale Bau in Form eines Oktagons (Achteck) angelegt wurde. Dazu muss man wissen, dass die Zahl „Acht“ im Altertum als vollkommen galt. Abgeleitet davon müsste es sich zum Zeitpunkt der Erbauung um ein vollkommenes Bauwerk gehandelt handeln.


Im Altertum galt ein achtstrahligen Stern auch als Zeichen für Vollkommenheit. Das Bild stammt von einer Grabplatte in der Abteikirche.


Diese Bild stammt von einer Wandbemalung. In Kirchenbauten bis hinein in die Gotik spielten Zahlen im Bau einer Kapelle, Kirche oder Kathedrale eine wichtige Rolle. So finden wir oftmals die Wiederholung der Zahlen in Zeichnungen, Fenstern, Fensterrosen und vielem mehr. Die Zahl 8 findet man auch hier als ein Vielfaches wieder. Zum Beispiel in den 16 Säulen der oberen Etage.


Blick vom Eingang aus.

Die Orgel über dem Eingang.

Die Holzbänke sind erst später in den Raum eingefügt wurden. Zur Zeit der Fertigstellung der Abteikirche waren die Sitzmöglichkeiten eher in Kreisform angelegt. Auch müsste in der Mitte des Oktagons ein Altar oder ähnliches gestanden haben.


Ob es sich bei der Abteilkirche um einen mystischen Ort handelt, sollte jeder für sich selbst herausbekommen.


Wie finde ich hin?

Autobahnausfahrt A5 Müllheim, dann Richtung Frankreich, ist gut ausgeschildert

1 Rue du Couvent, 68490 Ottmarsheim, Frankreich


Nun zu einem weiteren interessanten Ort in Deutschland, im Markgräflerland :


Bereits um das Jahr 990 soll die frühromanische Kirche St. Cyriak, benannt nach dem römischen Märtyrer St. Cyriak errichtet wurden sein. Mit einem Alter von mehr als 1000 Jahren zählt sie zu den ältesten Kirchen in Deutschland.


Als Basilika errichtet, diente sie am Anfang als Klosterkirche. Auf den Bildern ist der Eingang und Innenraum zu sehen. Einige Zeichnungen und Grabsteine sind im Kirchenraum zu sehen bzw. zu besichtigen. Auch hier sollten Sie die Atmosphäre einmal auf sich wirken lassen. Links und rechts neben dem Altar befinden sich die Eingänge zur Krypta.


In der Krypta haben Sie weitere Möglichkeiten wahrzunehmen. Die Säule in der Mitte des Raumes teilt förmlich diesen Ort auf. Setzen Sie sich abwechselnd einmal auf die linke und rechte Bank für einige Minuten. Gibt es für Sie einen Unterschied in ihrer Wahrnehmung? Und wie verhält es sich mit dem möglichen Unterschied zum oberen Kirchenbereich? Es ist und bleibt Ihre persönliche Reise. Vertrauen Sie sich selbst und Ihrer Wahrnehmung.


Wie finde ich hin?

In der Stadtmitte auf der Höhe der Sparkasse parken. Zu Fuß sind es nur wenige Minuten zur Kirche. Klosterplatz 1, 79295 Sulzburg


Das Ziel des Blogs besteht darin, alle Leser zu motivieren, sich selbst auf den Weg zu begeben und an unterschiedlichen Orten wahrzunehmen. Hier habe ich drei unterschiedliche Kirchen vorgestellt. Die erste ist an einem besonderen Platz erbaut wurden, die zweite hat die Zahl Acht im Bauwerk verankert und die dritte hat eine Krypta. Die Zahl Acht findet man auch im Aachener Dom wieder. Warum hat man sich die Mühe gemacht, in einem kleinen Ort wie Ottmarsheim solch ein Bauwerk zu errichten? Eine Krypta haben die großen Bauwerke wie der Kölner Dom, das Basler und Freiburger Münster und oft auch die Klosterkirchen. Aber wieso wurde so etwas für eine relativ kleine Kirche benötigt. Wozu diente überhaupt eine Krypta?


Wünsche allen interessante Erfahrungen und Erkenntnisse an den von mir beschriebenen beschriebenen mystischen und/oder Kraftorten.
















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