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Ein besonderer Ort, die Kniesteinkapelle

Aktualisiert: 4. Aug. 2023


Diese Kapelle wurde erst 1866 erbaut. Jedoch soll der Platz bereits im 9. Jahrhundert zum ersten Mal erwähnt wurden sein. Es gibt verschiedene Sagen, nach einer soll dort, am Waldrand, ein Einsiedler gelebt haben. Und auf einem Stein, einem Kniestein gebetet haben. Und dieser Stein befindet sich direkt vor dem Eingang zur Kapelle.


Im letzten Jahr hatte mich Katrin (den Link findet Ihr auf meiner Seite) darauf hingewiesen, dass in meiner Nähe solch ein Stein zu besuchen ist. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich nichts über die Existenz dieses Steines oder überhaupt zu Kniesteinen. Dieser Stein kommt sicherlich aus einer Zeit, als das Christentum noch gar nicht in Erscheinung getreten war. Ich vermute, dass diese Steine zu Einweihungszwecken genutzt wurden und eine große Bedeutung für die Priester der damaligen Zeit hatten.


Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Einweihungssteinen. Ich kenne mindestens zwei, die sich neben einer Felsformation befinden, also liegen, und der betreffende Mensch im Stand seine Einweihung erhalten hat. Aber auch Rutschsteine sind überliefert, die den Kinderwunsch von Frauen unterstützen sollten.


In meinem Bericht zum „Odilienberg im Elsass 2“ hatte ich den Canapéfelsen vorgestellt. Ein liegender Stein mit drei Sitzmöglichkeiten. Und dort kann man die Frage stellen: Wer bin ich? Er hat auch heute noch eine große Wirkung und hilft eine Antwort auf diese Frage zu finden.


Und wie so oft an solch alten mystischen Orten ist auch eine Quelle vorhanden. Dieser Ort, auch innerhalb der Kapelle, ist recht kraftvoll. Es ist eine wohltuende Ruhe und starke Verbindung zur Mutter Erde für mich dort wahrnehmbar gewesen.


Kniet man nun auf diesem Stein, befindet sich die Blickrichtung zur Kapellentür. Die Sonne würde somit im Rücken des Knieenden aufgehen. An den alten Kultorten, die ich bisher besucht habe, war die Ausrichtung jedoch immer zu dem Sonnenaufgang hin. Zufall? Wie auch immer, es ist ein mystischer Ort, den ich für einen Besuch empfehlen kann.


Die Kapelle ist übrigens Maria, der Schmerzensmutter geweiht.


Wie finde ich hin?

77978 Schutterwald-Schweighausen, Parken oberhalb der großen Ortskirche und etwa 15 – 20 Minuten von dort auf dem Kniesteinweg Richtung Wald














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